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Oktober Heat – von der Idee bis zum Buch

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Obwohl ich lange Jahre auf dem Flugplatz Ramstein arbeitete, hatte ich keine Ahnung von der frühen Geschichte des Flugplatzes und den Veränderungen im Dorfleben, die der Bau mit sich brachte. Das änderte sich, als ich bei einem meiner Heimaturlaube das Buch „Air Base Ramstein: Bilder, Geschichten, Erinnerungen“ kaufte.

Ich war fasiniziniert von den Fünfziger Jahren. Damals wurden viele Konzerte in den Clubs veranstaltet, um die Militärangehörigen zu unterhalten: Count Basie, Chet Baker, Ella Fitzgerald, Caterina Valente, Conny Froboess und Max Greger, um nur einige zu nennen. Die deutsche Jugend liebte die Rock ‘n’ Roll Schallplatten und Autos der Amerikaner. Bars sprangen in den umliegenden Dörfern aus dem Boden und Romanzen zwischen den GIs und deutschen Frauen waren unausweichlich. Arbeitssuchende aus Nah und Fern fanden Beschäftigung auf dem Flugplatz und  anderen militärischen Einrichtungen. Das Leben in der Pfalz hatte sich von Grund auf verändert.

Da steckt ein Roman drin, dachte ich beim Lesen des Buchs. Ich begann, die Fünfziger Jahre zu recherchieren, vor allem die Popmusik, Kultur und Geschichte. Ich verließ mich auch sehr auf meine Kindheitserinnerungen. Während meines nächstes Besuchs befragte ich einen früheren Polizisten, denn ich hatte entschieden, einen historischen Kriminalroman zu schreiben. Neben einem Zeitungsarchiv besuchte ich auch das Docu Center Ramstein, wo ich Negative aus dem Fotoarchiv beäugte, um eine Vorstellung vom Clubleben zu bekommen.

Ich beschloss, dem Flugplatz einen fiktiven Namen zu geben, um jegliche Missverständnisse zu vermeiden und mir selbst kreative Freiheit zu geben. Während der Jahre des Schreibens und Übersetzens sind das Dorf Lauterbach, seine Menschen und der Flugplatz für mich zu alten und liebgewonnenen Bekannten geworden. Nun ist es Zeit, die Geschichte von Walter, seiner Schwester und seinen Freunden mit der Welt zu teilen.

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Cold War in a Small Town

Long before I was born, my hometown of Miesau lost its forest. In 1949, French occupation forces passed on the 1.000 Hektar (=2.471 acres) forest to the U.S. military. The first ammunition deliveries began in 1950. Needless to say, the entire depot is enclosed by a tall fence and I have never walked through our woods. For our Easter walk and egg hunt my family and I had to stroll through our neighboring town’s little forest.

During the height of the Cold War the army depot was the largest ammunition depot in the world. Talk about living on a powder keg! Needless to say, we followed the news very closely.

The upside was that the depot provided up to 1.600 Germans with jobs. Many of them were farmers whose farm did not support them anymore. Others were refugees from Eastern Europe. The military also offered office jobs and became a very important employer in my area. Compare that with today when all German workers were laid off by the depot and the town is nothing more than a bedroom community.

American soldiers and their families were – and still are – a daily sight in Miesau. They shopped at the bakery and rented apartments or even houses from the villagers. When my friends and I walked to school together we often encountered tanks and jeeps on their way to maneuvers. This image must have been taken close to my hometown. (Photo Courtesy of U.S. Army)

REFORGER '82

During my childhood few Germans owned a car and I was very impressed by the huge cars the Americans were driving. They must all be rich, I thought. On the narrow German roads, however, they might have been better off driving a VW Beetle!